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Wir kommen immer wieder an den Punkt, an dem wir bedeutsame Entscheidungen für unser Leben treffen wollen, die wir dann aufschieben. Es kann etwa ein wichtiges Gespräch sein, mit dem wir entscheidende Weichen für unsere Zukunft stellen, sei es im privaten oder im beruflichen Bereich. Oder es kann die neue Geschäftsidee sein, die in dir schon seit Jahren reift und die du nun endlich umsetzen willst.

Jedes Mal, wenn wir eine wichtige Entscheidung aufschieben, senden wir damit allerdings unbewusst eine bestimmte Botschaft aus. Dass es warten kann. Dass wir selbst noch nicht bereit sind. Ansonsten würden wir beginnen und zeigen, dass wir überzeugt sind, von uns und unserem Vorhaben.

So stehen wir da, haben Pläne, oftmals vielversprechende Ideen, und sind nicht in der Lage, sie in die Tat umzusetzen. Wir schaffen es einfach nicht, sie zum Leben zu erwecken.

Doch seien wir ehrlich: Es sind niemals nur die Umstände, der falsche Zeitpunkt, die falschen Menschen, die gerade nicht passen. Es liegt meistens an uns selbst, dass wir nicht in die Gänge kommen.

Und weißt du, was dahintersteckt? Meistens keine Faulheit. Sondern Angst. Die Angst, nicht gut genug zu sein. Die Angst, zu scheitern und damit zu beweisen, was eine innere Stimme schon lange flüstert: „Du schaffst das sowieso nicht.“ Aufschieben fühlt sich in diesem Moment sicherer an als Anfangen. Das ist kein Charakterfehler – das ist einfach menschlich.

Wir verharren lieber in der Starre, im Gewohnten, und halten am Alten fest. Anstatt in die Bewegung zu kommen, verpassen wir unsere Chance, neu zu starten, Dinge zu verändern, zu lernen und zu wachsen. Wir wollen eigentlich, aber können nicht.

Doch was hindert uns daran, in unbekannte Gewässer zu springen? Ohne doppelten Boden, ohne die Gewissheit, unbeschadet am anderen Ufer anzukommen?

Genau das ist es doch, was das Leben ausmacht. Nicht das Bekannte fordert uns heraus, nein, es ist das Neue, das Ausprobieren, das Erleben, das Lernen.

Den Mut zu haben, sich Veränderungen zu stellen, den Mut zu haben, auch ohne Sicherheiten zu starten. Den ersten Schritt zu tun und darauf zu vertrauen, dass das Leben uns weiterführen wird. Auch wenn wir nicht weiter als bis zur nächsten Kurve blicken können.

Ich sage das nicht als Expertin. Ich sage es als jemand, der selbst immer wieder an diesem Punkt steht – und der gelernt hat, dass der erste Schritt nicht perfekt sein muss. Er muss nur getan werden.

Das bedeutet auch, Vertrauen zu haben, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Denn wenn du kein Selbstvertrauen hast, warum sollte das Leben dich dann unterstützen?

Und wenn wir uns dieses Thema aus einer höheren Perspektive ansehen, macht es durchaus Sinn, weniger aufzuschieben und sich mehr zuzutrauen – und gespannt zu sein, wo der Weg dich hinführt. Denn eines ist sicher: Jede Bewegung, jeder einzelne Schritt, jede getroffene Entscheidung ist besser, als nichts zu tun. Wir lernen nur, wenn wir uns in Bewegung setzen. Und ja, man kann auch aus Fehlern lernen.

Wir müssen nicht perfekt sein. Auch das ist häufig ein Irrtum. Viele Menschen starten niemals, weil sie meinen, alles müsse schon perfekt sein.

Doch so kommst du niemals in die Handlung. Beginne im Kleinen, mit ersten Schritten, und sei bereit, dich zu korrigieren, zu lernen, den Weg anzupassen – und öffne dich für das, was kommt. Sei neugierig und mutig und traue dich, dass du es schaffst – egal, worum es geht.

Wenn du nicht an dich glaubst, wer soll dann an dich glauben?

Du bist der Schlüssel!