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Manche sagen: Ich bin längst wach. Sie meinen, damit erkannt zu haben, was in der Welt falsch läuft und durchschauen, welche Illusionen ihnen täglich vorgeführt werden. Und ja – das ist ein wichtiger Schritt deiner Erkenntnisreise. Doch ist das wirklich schon Aufwachen? Oder ist das vielleicht erst das erste Öffnen der Augen?

Aufwachen bedeutet mehr. Es geht nicht nur darum, dass du dich mit dem Außen beschäftigst. Kannst du dir vorstellen, dass da noch mehr ist? Es geht darum, zu erkennen, was in dir selbst geschieht, in deiner inneren Welt. Und auch da gibt es Überzeugungen und Illusionen, die dich wiederum einfangen und in ständiger Bewegung, im Denken, im Suchen halten. All das hindert dich daran, endlich einmal wirklich zur Ruhe zu kommen, dich zurückzunehmen und auf das zu hören, was leise zu dir spricht.

In dieser Stille beginnt das eigentliche Erwachen. Nicht mit neuen Informationen, sondern mit einem anderen Bewusstsein. Ich möchte dich einladen, über das hinauszugehen, was wir sehen und erleben – hinein in unsere geistige Welt. Denn sie ist da, immer und überall. Und sie steht uns jederzeit zur Verfügung, wenn wir uns ihr öffnen und zu bewusstem Sein erwachen.
Mit dem Mut, hinzuschauen, wo du dich selbst noch festhältst. Mit der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen – für das, was du fühlst, denkst und damit auch erschaffst.

Denn Aufwachen bedeutet eben nicht, andere zu entlarven und äußere Missstände zu erkennen. Es bedeutet, dich selbst zu erkennen. Es ist die Einladung, aus der ständigen Reaktion in die Gestaltung zu gehen. Nicht mehr zu warten, bis jemand anders die Welt verändert – sondern selbst zu beginnen.

Aufwachen darfst du, damit du den Mut findest, dein Leben ab sofort bewusster zu lenken.
Aufwachen darfst du, damit du erkennst, wie kraftvoll du bist, wenn du wirklich im Hier und Jetzt präsent bist.
Aufwachen darfst du, damit du deiner Seele den Raum gibst, in deinem Alltag mitzuwirken, und sie wirklich wahrzunehmen.

Das geschieht nicht von heute auf morgen, das ist ein Prozess. Meist beginnt er leise – mit dem Gefühl, dass das Alte nicht mehr rund läuft. Warum? Weil du dich veränderst. Weil du nicht mehr so reagierst wie früher. Weil du ab jetzt deinen Fokus immer mehr auf dein Inneres legst. Es geht um den bewussten Umgang mit deiner Energie, mit dem, was dir wirklich entspricht. Mit deinen wahren eigenen Zielen und Wünschen. Das ist der Moment, in dem das innere Erwachen beginnt.

Dazu braucht es den Willen, dir selbst zuzuhören, den Mut hinzuhören und das Vertrauen in die Führung durch die eigene Seele. Denn wenn du signalisierst, dass du bereit bist, dir selbst zuzuhören, dann entsteht eine Kommunikation mit deinem Inneren, mit der Quelle, mit Gott und dem, was uns das Leben durch uns mitteilen möchte. Doch diese Kommunikation ist leise, anders, als wir es gewohnt sind. Sie geht über unsere Wahrnehmung. Über das Öffnen unserer Sinne, über das Vertrauen auf unsere Sinne. Wir sind stets verbunden, nie getrennt von all dem, was uns umgibt und was uns führt – wenn wir denn lernen, genau hinzuhören.

Und wenn du diesem Impuls folgst, wenn du still wirst und dir selbst zuhörst, dann erkennst du:
Alles, wonach du suchst, war immer schon da.

In dir.